ProjekteArchitektur

Sterzing, Kaserne Menini de Caroli Areal Realisierung von AST Unterkünften

Sterzing, Kaserne Menini de Caroli Areal Realisierung von AST Unterkünften

Jahr: 2009-2011

Bauherr: Autonome Provinz Bozen, Südtirol

Realisiert


Das Projektareal liegt westlich des Zentrums von Sterzing, zwischen der an der Laubenachse gewachsenen Stadt und der Brennerautobahn A22. Das Areal wird aus dem riesigen Gelände der Kaserne Menini de Caroli gewonnen, welche die Stadt Richtung Westen städtebaulich charakterisiert und deren Urbanisierung beeinflusst. Das Areal ist wie eine Insel im städtebaulichen Kontext. Mit seiner Flächengröße von etwa 10 ha ist es sogar größer als das Stadtzentrum von Sterzing.
Das Vorprojekt von GenioDife sieht die Extrapolation eines Bauloses von etwa 6.250 m2 für die Konstruktion von zwei AST-Wohngebäuden vor, jede mit 18 Wohnungen, aufgeteilt auf sechs Geschosse.
Ein neues Gebiet entsteht, aufgeteilt durch die Aktivitäten der Kaserne und mit dieser nur durch einen Zugang verbunden, welcher nur den Bewohnern und den in der nebenan liegenden Kaserne Dienst Leistenden vorbehalten ist.
Das neue Baulos im Süden der Kaserne grenzt an das restliche Staatsgebiet, in dem sich weitere Gebäude mit Dienstwohnungen für die Angestellten der Abwehr und deren Angehörigen befinden.
Die Anordnung der Gebäude erfolgte zum besten Ausnutzen des zur Verfügung gestellten Areals  und zum Integrieren in das bestehende städtebauliche Gefüge. Beide Gebäude stehen sowohl zueinander als auch zu den bestehenden Gebäuden in optimalen Abständen und garantieren somit die minimalen Standards für freie Sicht.
Der Hauptzugang zu den beiden Kondominien erfolgt von der im Osten gelegenen Hochstraße, eine bestehende Zufahrt zur Kaserne nutzend. Bei der neuen Grenzmauer zur Kaserne im Norden befinden sich die Parkplätze im Freien, im Süden hingegen sind die Garagen und Technikräume angeordnet.
Der Eingang des Gebäudes liegt im Norden. Ein großzügiges Treppenhaus und ein Aufzug verbinden die Wohnungen in den Geschossen und die Tiefgarage miteinander; es sind jeweils 3 Wohnungen pro Geschoss vorgesehen. Es wird in 3 Haupttypologien unterschieden sowie eine vierte im Erdgeschoss, wo ein Raum zugunsten des Eingangsbereichs entfällt.
Alle Wohnungen verfügen über zwei Bäder, einen großen Wohnraum und optimal ausgerichtete Balkone, während denen im Erdgeschoss Privatgärten zugeordnet sind, von den Gemeinschaftsflächen durch einen leichten Zaun und Hecken abgetrennt.
Das Gebäude ist durch eine sehr reduzierte Architektursprache gegenzeichnet. Balkone und die Anordnung der Fenster und Fenstertüren charakterisieren skandierend die Fassade. Die Verwendung von Materialien unterschiedlicher Farbe hebt zum einen die einzelnen Gebäudeteile, zum anderen den Gebäudesockel, die auskragenden Elemente sowie deren Schattenspiel hervor.
Durch die einfach und filigran ausgeführten Balkongeländer gelangt viel Sonnenlicht in die Zimmer; hierdurch wird die Fasste des Gebäudes ablesbar.
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Bilder

Perspektive Hochstraße Lageplan 2 Gebäude Vorabzug Ansicht Ost Vorabzug Ansicht West Rendering